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Dominikanische Spezialitäten – der Sancocho

Posted by admin On Juni - 15 - 2012

Um es gleich vorweg zu nehmen: so variantenreich die Rezeptur der beliebten Suppe (Eintopf), so auch die Variation der Schreibweise. Einige beharren auf die Schreibweise Salcocho, andere nennen es wieder Sancocho. Gemeint ist jedoch immer das Gleiche: der typische dominikanische Eintopf.

sancocho dominicanoAls ich mich auf meine erste Reise in die Dominikanische Republik vorbereitete las ich gleich drei Touristenführer. Was kann man tun? Was kann man erkunden? Was sollte man unbedingt gemacht haben? Und vor allem: was sind die typischen dominikanischen Spezialitäten? Klar lobte man immer die Musik (Merengue ist nun mal der Sound der Dominikaner), erwähnte die Zigarren und den Rum. Doch neben dieser Gelüste interessierte ich mich auch für die Speisen. Denn obwohl ein AI-Hotel gebucht so stand fest: 10 Tage Mietwagen und ab ins Land! Schließlich kann man einen Pool auch billiger buchen und schneller erreichen. Wenn man schon in die Karibik fliegt und sich 8-9 Stunden in so einen Flieger faltet, dann wollte ich auch was erleben.
Und so las ich immer von kreolischer Küche, von leckeren Fischgerichten… und einer berühmten Suppe: Sancocho.

Nein, das gebuchte Hotel war ein klassischer Last-Minute-Reinfall. Diese Anlage fand man in keinem Katalog, nur als Last-Minute Offer. Kein Wunder, anders kriegte man es wohl auch nicht voll. Also die Nahrungsaufnahme im Hotel diente nur einem Zweck: Hunger beseitigen. Um so größer mein Verlangen außerhalb der Hotelanlage etwas leckeres zu finden. Endlich fand ich dann an einer Parada das viel gelobte Gericht aus den Reiseführern: Den Sancocho, die Suppe auf die jede dominikanische Hausfrau besonders stolz ist (ähnlich wie deutsche Frauen auf ihre Art einen Sauerbraten zu machen). Der Sprache nicht so mächtig deutete ich also auf die Mulde in der Warmhaltetheke wo dran geschrieben stand: „Sancocho“. Als die Suppenkelle das dritte mal aus dem Suppentopf auftauchte ragte aus der Kelle ein Hühnerfuß hervor – und ich war schlagartig satt. Danke nein, ich hab mich wohl vertan…
Huhn ist ja nun wirklich vielseitig zu verwenden. Kochen, braten oder grillen, gar backen ist möglich. Man verwendet wirklich fast alle Teile. Schenkel, Brust, Flügel…aber Hühnerfüße?
Nein, das wollte ich nicht. 
Später lies ich mich aufklären: in die Suppe gehören verschiedene Sorten Fleisch. Huhn, Rind und Schwein. Variationen gibt es vor allem je nach Haushaltsbudget, In der gehobenen Gesellschaftsschicht verzichtet man auch auf Hälse und Krallen. Doch der typische Sancocho nach Hausmacher-Art hat halt ALLES.
Nach vielen Jahren im Land habe ich auch ab und zu diese landestypische Delikatesse zu mir genommen. Es ist die Festtagsspeise schlechthin. Und jede Dominikanerin ist ganz besonders stolz auf ihr Rezept. Meine Frage gilt aber grundsätzlich immer im Vorhinein: sind da Krallen und Hälse drin? Oft lacht man, scheinbar gab es noch mehr „Gringos“ die sich über diese Zutaten wunderten. Dominikaner hingegen lutschen gern an diesen Hühnerfüßen und loben den Geschmack – über den man sich bekanntlich herrlich streiten kann. Für alle, die es mal nach kochen möchten, hier das Standard-Rezept (mit Füßen).

Zutaten:
1 ganzes (!) Huhn, 6 Schweinekoteletts, 1 Pfund Rindergehacktes, 1 Pfund Yucca, 2 große Kartoffeln, 1 ñame, 3-4 Platanos (je nach Größe), 1 yautia, ¼ Kürbis, 2 Maiskolben, 1 große grüne Paprikaschote, 2 Zweige Petersilie, 2 rote Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 2-3 Blätter Koriander, 2 Hühnerbrühwürfel, 1 Rinderbrühwürfel, 2 Esslöfel Essig und ein 1 Esslöffel Salsa Inglesa (Worcestersoße)

Zubereitung:
In einem großen Suppentopf etwas Öl und Zucker auf großer Flamme erhitzen und das gesamte Fleisch hinzugeben (Huhn in Stücken, Koteletts zerteilt und Hack). Fleisch goldbraun anbraten und dann mit Wasser löschen und bedecken. Topf dann bedecken und kochen lassen bis ein großer Teil des Wassers verbraucht ist.
Dann entnimmt man das Fleisch und legt es beiseite. Sollte das Huhn schon gut durch gegart sein wird es der Suppe am Ende zugefügt um nicht zu zerfallen.
Zur Flüssigkeit in dem das Fleisch gekocht wurde gibt man wieder Wasser hinzu bis der Topf halbvoll ist. Dann gibt man die anderen Zutaten hinzu. Yucca, Platanaos (Kochbananen), Kürbis, Kartoffeln, yautia, ñame und Maiskolben sind dabei in große Stücke geschnitten, Zwiebeln und Paprikaschote kleingeschnitten. Knoblauchzehen fein gehackt hinzugeben. Petersilie und Koriander zum Schluss in den Topf werfen und abgedeckt die Zutaten kochen bis sie gar sind. Ebenfalls werden die Brühwürfel hinzugegeben. Am Ende gibt man dann das Fleisch hinzu und die Salsa Inglesa, Essig kommt 10 Minuten vor Ende hinzu. Abschmecken mit Salz.

Wie eingangs schon erwähnt, die Suppe ist eine landestypische Delikatesse und es gibt noch viele weitere Variationen. Probieren sie selbst.

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