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Frauen

Posted by admin On November - 11 - 2012

Dominikanische Republik.- Wer sich mit dem Gedanken trägt, als „Fremder“ eine Dominikanerin zur Partnerin zu haben, der wird sich vielleicht wundern, warum gerade viele Frauen aus der Dominikanischen Republik so offen einer „Multi-Kulti“ Beziehung gegenüberstehen.
Natürlich, Kritiker solcher Beziehungen haben einige Einwände. Es seien materielle Interessen, diese Frauen kommen aus einem armen Land und wollen auf jedem erdenklichen Weg ein Visa erlangen. Ja, solche Frauen gibt es sicherlich, auch nicht wenige. Man findet sie leicht und hauptsächlich in Bars.
Doch auf diese Frauen möchte ich nicht weiter eingehen. Wer eine Frau der Strasse sucht, dem ist nicht zu helfen.
Warum aber gibt es Frauen, mit einer guten Bildung (für hiesige Verhältnisse), arbeitsam und familientreu, die dann ausgerechnet eine Beziehung zu einem „Gringo“ sucht?

Natürlich, eine Frau wünscht sich immer einen Mann, der sie respektiert und treu ist. Und als Mann weiss ich, dass es mit der Treue nicht so einfach ist. Eine Dominikanerin zu respektieren, das fällt mir hingegen sehr leicht. Häufig sind diese Frauen Mutter, Arbeiterin, Hausfrau und fürsorgliche Partnerin in einem. In Europa gibt es solche Frauen kaum noch.
Respekt und Treue sind aber Dinge, die eine Dominikanerin hier kaum bei einem ihrer Landsleute findet. Der Macho muss sich schliesslich beweisen und mehrere Liebhaberinnen (Queridas, Amantes, Novias genannt) sind fast obligatorisch. Und als Macho hat man auch ein Problem, die Frau zu achten und zu respektieren, denn sie ist ja „nur“ eine Frau.
Natürlich, ein Mann aus Europa oder den Vereinigten Staaten ist auch keine Garantie dafür, dass gerade diese Spezies die Frau achtet und ehrt. Darum ist auch dieser Punkt eher nebensächlich.

Was ist wohl der grösste Unterschied zwischen den Männern aus Europa und der Dominikanischen Republik? Kommen sie darauf?
Der Grund, warum viele hübsche Frauen hier im Land auf eine Beziehung verzichten und lieber bei ihrer Familie leben und ihrer Arbeit und Karriere nachgehen? Unabhängig sein wollen?
Der Grund ist einfach: GEWALT! Der Macho ist kein Mann, der ein Problem verbal lösen kann und mit seiner Frau diskutiert. Hier regiert das Gesetz der Stärke. Dass heisst, der Mann hat das Sagen und geht es nicht nach seinem Willen, dann braucht er Gewalt.
Landesweit gehen tausende von Anzeigen ein bei der Staatsanwaltschaft. Frauen beklagen die „Schlagfertigkeit“ ihres Mannes, werden vergewaltigt, geprügelt und gemordet! Allein in den ersten sieben Monaten im Jahr 2010 mussten 117 Frauen ihr Leben lassen. Ein neuer Rekord in der Dominikanischen Republik.

Einrichtungen für Frauen, wo diese Schutz finden, gibt es kaum. Männer werden selten (so gut wie nie) bestraft. Und so ist die Dunkelziffer der Gewalt gegenüber Frauen um ein Vielfaches höher als die Anzeigen vermuten lassen. Frauen wissen, dass sie kaum Schutz finden und Hilfe bekommen, wozu also eine Anzeige aufgeben? Damit der Mann noch wütender wird und noch mehr schlägt? Was gar tödlich enden kann, wie die 117 Fälle aus diesem Jahr zeigen? Mehr als 16 Frauen sterben im Monat, jede Woche 4!
Immer häufiger entscheiden sich dann die Frauen, den Mann zu verlassen. Die Kinder nimmt sie mit, wohl wissend dass der Mann auch hier kaum Verantwortung zeigen wird und für das Kind aufkommen wird.

Doch die Beendung einer unglücklichen Beziehung ist ebenfalls keine Garantie, dem Tod zu entkommen. Oft gehen die „Besitzansprüche“ des Machos weiter.
Hier einige traurige Zahlen des aktuellen Jahres: Im ersten Trimester 2010 gab es 2.602 Haftanordnungen, doch nur gegen 120 Männer kam es zu einer Haftstrafe. Insgesamt beschlagnahmte die Polizei bei gewalttätigen Männern 470 Waffen!

Wenn man also wieder einmal liest oder hört, eine Dominikanerin sucht einen treuen Mann der sie respektiert und ehrt, dann ist das sicher keine leere Floskel, sondern ein grundtiefes Bedürfnis. Die Sehnsucht nach etwas, was eine gute Beziehung ausmacht, aber hier im Land kaum zu finden ist. Und eines ist sicher: Männer aus Europa sind deutlich weniger gewalttätig gegenüber Frauen. Der Wunsch nach einem Partner aus Amerika / Europa ist also durchaus nachvollziehbar und hat bei den anständigen Frauen (was nichts mit Armut zu tun hat!) kaum etwas mit finanziellen Interessen zu tun.


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